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Das Phantom der Meistersingerhalle

100 Jahre ist es nun her, daß Gaston Leroux sein Meisterwerk “Le Fantôme de l’Opéra” veröffentlicht hat. Und bis zum heutigen Tag hat es noch kein Musical geschafft, diesem Meisterwerk ein würdiges musicalisches Denkmal zu setzen. Zwar gibt es viele Musical-Adaptionen, angefangen beim wohl bekanntesten, Andrew Lloyd Webbers Version über die Version von Yeston und Kopit bis hin zu den immer im Winter tourenden Ensembles. Eines dieser Ensembles ist die Central Musical Company, welche die Version von Arndt Gerber und Paul Wilhelm dem Publikum versucht nahezubringen.

Doch leider ist es bei dem Versuch geblieben. Das Publikum in der Nürnberger Meistersingerhalle zeigte sich nicht sonderlich beeindruckt von der Geschichte des entstellten Engels der Musik und seiner Liebe zu der Sängerin Christine Daaé. An den gesanglichen Fähigkeiten der Darsteller dürfte es nicht gelegen haben, denn diese waren durchaus beeindruckend, doch schaffte es keiner der Darsteller, die Geschichte bis über den Bühnenrand hinaus in das Publikum zu tragen. Auch das Orchester unter der Leitung von Lajos Taligás tat alles, doch sprang der Funke nicht über.

Gesanglich waren alle Darsteller top, doch haperte es bei einigen am Schauspiel, so wirkten die Dialoge hölzern und einstudiert, es fehlte die Emotion. Das Phantom, welches gegen die Darstellerin der Christine viel zu jung wirkte, war eher ein Kätzchen, als ein furchteinflößendes, wütendes und verzweifeltes Wesen. Auch war Christine zu ernst und zu steif, auch in den gelösteren Szenen, Raoul war blass und farblos, während alle anderen teilweise zu sehr in das Alberne abglitten. Einzig Bühnenpförtner Philippe war authentisch und bekam zum Schluß auch den meisten Applaus.

Darsteller:

Martin Mairinger – Das Phantom der Oper

Desirée Brodka – Christine Daaé

Monsieur Philippe – Jens Bogner

Raoul de Chagny – Daniel-Erik Biel

Moncharmin – Hans-Jürgen Zandner

A.M.J. Carlotta – Alexandra-Maria Voigt

Rémy – Horst Wolff

Gaston / Monsieur Fauve – Roger Leonhard

Ballettmeisterin / Madame Giry – Mara Sievers

Polizist / Bote – Sam Berger

Doch der Applaus war nur von kurzer Dauer und ebbte auch sehr bald ab und das Saallicht entließ die Zuschauer in die Nacht. Diskussionen über das Stück hörte man wenig, vermutlich weil niemand etwas darüber zu sagen wußte. Es war einfach so dahingeplätschert und hatte leider keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Doch auch wenn man sich in diesem Stück vielleicht langweilte, so entschuldigt dies nicht die Tatsache, daß manche Leute ihre SMS während der Show lesen und beantworten mußten. Ein wenig Anstand kann man dennoch erwarten. Aber das nur nebenbei.

Phantom der Oper-Fans wird aufgefallen sein, daß die Dialoge aus vielen Originalzitaten aus Gaston Leroux Buch “Das Phantom der OPer” bestanden, ein Fakt, der ein wenig über die Mängel hinwegtröstete, zumindest die Phantom der Oper-Fans.

Bewertung: 2 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3669&tag=blog

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Durchtanzte Nchte

Das Ensemble von “Night of the Dance” sorgte nicht nur am 31.1.2010 in Nürnberg für durchtanze Nächte, sondern tourt durch ganz Deutschland mit seiner Tanz- und Akrobatikshow. Die schönsten Szenen im Stile von River Dance, Swan Lake, Afrika! Afrika!, Lord of the Dance, Stomp, Mamma Mia!, Dirty Dancing, Cirque du Soleil, Grease und Moulin Rouge werden versprochen und dieses Versprechen wird auch eingehalten.

Die Tänzer der Broadway Dance Company und der Dublin Dance Factory begeisterten zum einen durch die unglaublich vielfältigen Tanzeinlagen, aber zum anderen auch durch die waghalsigen Tanzakrobatikszenen, bei denen dem Publikum der Atem stockte und man nicht wagte, zu applaudieren.

Das Programm:

1. Teil:

Cirque du Soleil

Afrika, Afrika

Irish Mystic

Swan Lake

Lord of the Dance

Stomp

Mission Impossible

Mambo Mix

2. Teil:

Vienna Waltz

Duett

Riverdance

Jessica Simpson

A-Capella

Grease

Fight

Dirty Dancing

Al Capone

Best of Michael Jackson

Best of ABBA and Boney M

Bunt gemischt und somit für jeden Geschmack etwas dabei. Professionell wurden kleine Fehler, sei es in der Technik oder auf der Bühne kaschiert, so daß die Zuschauer kaum merkten, daß eigentlich etwas schief gelaufen war, auch wenn einige vielleicht auf die berühmte Hebefigur aus Dirty Dancing umsonst warteten.

Tosender Applaus entließ die Tänzer und Techniker erst nach einigen Zugaben von der Bühne. Verdient war der Applaus allemal. So gekonnt hatte mal selten ein Ensemble zusammen tanzen sehen, die ergänzten sich wunderbar und bildeten eine Einheit, die von den Techniker nach Leibeskräften unterstützt wurden.

Die CD

Für alle, die von der Musik nicht genug bekommen, gibt es einige der Lieder und Mixe auf einer CD. Zehn Lieder sind es an der Zahl und sie machen Lust auf mehr. Es ist faszinierend zu hören, was man aus dem Wiener Walzer machen kann, doch ist es noch viel faszinierender, es zu sehen.

Vienna Waltz – Remix

Dirty Dancing – Time of my Life

Dire Straits – Ticket to Heaven

Abba – Mamma Mia Mix

Queen – We are the champions

Queen – We will rock you

Riverdance – Mix

Hair – Mix

Fiesta Mexicana – Viva Mexico

Boney M – Daddy Cool Mix

Zuletzt sei noch eine kleine Anmerkung gestattet, an die Besucher dieser Show, die sich leider nicht an das Urheberrecht halten konnten oder wollten und während der Show fotografieren mußten: Wenn man schon das Urheberrecht ignoriert, dann sollte man wenigstens das Display der Kamera und den Blitz ausschalten, damit es nicht allzu sehr auffällt…

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3659&tag=blog

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Die Legende aller Legenden – als RockOper der Extraklasse

EXCALIBUR ist die Legende aller Legenden: erschaffen von einem Gott, vorausgesagt von einem Zauberer und gefunden von einem König – Ein uraltes Geheimnis, das nun musikalisch enträtselt wird. Leider gestern, am 26.01.2010 in der Arena Nürnberger Versicherung, zum letzten Mal – für diese Saison.

Nach der Premiere am 24. und 25. Juli 2009 in der Kaltenberg Arena konnte nun das Publikum in der Arena Nürnberger Versicherung Stars wie Alan Parsons, Johnny Logan, Les Holroyd von ?Barclay James Harvest?, John Helliwell von Supertramp, Martin Barre von Jethro Tull der Schauspieler Michael Mendl in der Rolle des Merlin auf der Bühne erleben. Die Bühne war passend zur Geschichte in Form eines Schwertes.

Mehr als zwei Stunden lang konnte man gebannt Merlin (Michael Mendl) lauschen, wie er seine Geschichte und die Geschichte Artus und des Schwertes Excalibur erzählte und sich zwischendurch immer mal wieder mit einem Nickerchen ausruhte. Merlins Erzählungen wurden eindrucksvoll durch Gesangs-, Tanz- und Akrobatikeinlagen unterstützt und veranschaulicht. So wurde die Schlacht zwischen Feen und Dämonen, welche das Land in finstere Nacht stürzte, von der Celtic Feet Dance Company (Feen und Elfen) und der Compagnie “Feuervogel” (Dämonen und Wesen der Nacht) dargestellt.

Diese Mischung aus Gesang, Tanz und Akrobatik, Rock’n'Roll und mythischen Klängen, mittelalterlichem Zauber und symphonischen Melodien vereint die Stars aus drei Jahrzehnten Musikgeschichte zu einer einzigartigen Einheit und entführt  das Publikum postwendend nach Camelot zu den Rittern der Tafelrunde.

Mitwirkende:

Alan Parsons

Johnny Logan (Artus)

Les Holroyd

John Helliwell

Martin Barre

Fairport Convention (Simon Nicol, Dave Pegg, Chris Leslie und Gerry Conway)

Corvus Corax

Jacqui McShee

Judy Weiss (Guinievere)

James Wood

Konan Mevel

Patrick O’May

Luc Bertin

Cecile Corbel

New Symphony Orchestra of Sofia (Dirigent: Petko Dimitrov)

Michael Mendl (Merlin)

Compagnie “Feuervogel”

Celtic Feet Dance and Theatre Company

Simone Heitinga (Morgane)

Alan Simon, dem Vater dieser RockOper gelang es, zusammen mit diesen hochkarätigen Namen einer unsterblichen Geschichte eine genauso unsterbliche Musik zu verleihen. Schon nach den ersten Klängen konnten die Zuschauer nicht mehr ruhig auf den Plätzen sitzen, die Macht dieser Musik zog jeden in den Bann und man klatschte mit. Frenetischer Beifall beendete jeder der Lieder. Schon in der Pause hörte man nur Positives und man konnte es kaum erwarten, bis es weiterging.

Songliste:

Circle of life

Dragon breath

Lugh

Castle rock

Sacrifice

Secret garden

Earth and sky

Celtic dream

The lost season

The elements

Celtic ring

The gest of Gauvain

Morning song

Ad libitum

Call

Face to face

Morgane

Celtic heart

Fame and glory

Mordred

L’appel de Galahad

Genauso wie der erste Akt endete, so begann der zweite: nämlich mit einem Knall von Pyrotechnik und Effekten.  War Artus im ersten Akt noch ein junger Knabe, dem es mit Leichtigkeit gelang, Excalibur aus dem Stein zu ziehen und so seinen Platz als König anzunehmen, so war er im zweiten Akt ein staatlicher Mann und Ritter auf einem stolzen Ross. Eindrucksvoll ritten er und Lancelot auf ihrem Weg zu dem Duell um die schöne Guinievere durch die Arena, begleitet von Merlins Worten.

In der letzten und entscheidenden Schlacht wurde Artus schwer verwundet und Excalibur in den Heiligen See geworfen. Doch eines Tages wird Artus sich von seinen Verletzungen erholt haben und zurückkehren. Zusammen mit Excalibur werden er und alle anderen diese Welt erneut rocken.

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3639&tag=blog

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5 Jahre Musicalfieber

Und das Fieber ist noch lange nicht geheilt,und das ist auch gut so, denn was am 18. Januar 2010 in der Meistersingerhalle in Nürnberg geboten wurde, war einfach nur heiß! Eine gesunde Mischung aus aktuellen und bekannten Musicals, gepaart mit Witz und Charme, so präsentiert sich die Crew von “Mufi” und begeisterte Jung und Alt.

Begleitet, wie immer, von einer Liveband wurde auf der Bühne gerockt, was das Zeug hielt, konnte man Abahatschi und Ranger begleiten, dem Phantom der Oper in seine Katakomben folgen oder sich von Graf Krolok auf seinen Mitternachtsball entführen lassen. Kein Wechsel war zu abrupt oder holprig, die Reihenfolge der gewählten Musicals und Lieder paßte wunderbar zueinander. Untermalt wurden die einzelnen Musicals und Songs von den beiden großen Leinwänden, die, passend zum jeweiligen Lied, einen anderen Hintergrund anzeigten, so zum Beispiel Opéra Garnier beim Phantom der Oper.

Songliste:

Teil 1:

Overtüre Band

Wicked (Grüne Smaragdstadt, Frei und schwerelos)

Dirty Dancing (Do you love me, Mambo, Time of my live)

Tanz der Vampire (Totale Finsternis)

Spamalot (Always look on the bright side of life)

Jekyll & Hyde (Dies ist die Stunde)

Mamma Mia Medley (Dancing queen,Wenn das Mami wüßt’, Mamma Mia)

Sister Act (Oh happy day, Shout!)

Local Talent (Castinggewinner Jessica Jorgas mit Hopelessly devoted to you)

Zorro (Baila me, A love we’ll never live, Bamboleo)

Chess (I know him so well)

Blues Brothers (Everybody needs somebody, Minnie the moocher, Soulman)

Teil 2:

Schuh des Manitu Medley (Schoschonen wohnen so schön, Wieder mal am Marterpfahl, Super Perforator)

Aida (Die Wahrheit)

Hairspray (Welcome to th 60’s)

Disco (Flashdance, I am what I am, Disco inferno)

Mozart (Gold von den Sternen)

Afrika Medley (Er lebt in dir, Jetzt auf einmal)

Phantom der Oper (Maskenball, Musik der Nacht, Phantom der Oper)

We will rock you (We will rock you, Bohemian Rhapsody, We are the champions)

Elisabeth (Ich gehör nur mir)

Ich war noch niemals in New York Medley (Alles im Griff, 17 Jahr’, Aber bitte mit Sahne, Ich war noch niemals in New York, Mit 66 Jahren)

Zugaben

Eine sehr gute Idee ist es auch, einem lokalen Talent, die Chance zu geben, sich auf einer großen Musicalbühne bei einer großen Musicalshow präsentieren zu dürfen. Diesmal hatte Jessica Jorgas das Glück, Schülerin einer Nürnberger Musicalschule. Sie bezauberte das Publikum mit “Hopelessly devoted to you” aus Grease.

Ingesamt drei Casts touren gleichzeitg, um dem Publikum die gehörige Portion “Fieber” zu verpassen. In Nürnberg konnte man folgende Interpreten auf der Bühne bewundern:

Angela Eberlein – Solistin

Karen Selig – Solistin / Ensemble

Stefanie Polster – Solistin

Espen Nowacki – Solist

Tom Dewulf – Solist

Jördis Nieschant – Ensemble

Maria Kempten – Ensemble

Carlos Matos – Ensemble

Marco Wiskandt – Ensemble

Frida Yngveson – Tänzerin

Patrycja Peters – Tänzerin

Marcell da Rocha Pret – Tänzer

Wanderson Wanderley – Tänzer

Christoph Binder – Musiker

Eudinho Soares – Musiker

Matthias Hamburger – Musiker

Steffen Haß – Musiker

Zusammen gelang es ihnen allen, den Zuschauern einen unvergeßlichen Abend zu bereiten, denn schon in der Pause konnte man die Begeisterungsstürme im Foyer der Meistersingerhalle hören und man freute sich auf den zweiten Teil. Nach dem zweiten Teil, den Zugaben und dem begeisternden Applaus, der unaufhörbar schien, war man zwar traurig, daß der schöne Abend schon vorbei war, doch auf der anderen Seite hatte und hat man eine tolle Erinnerung, die man mit anderen Teilen kann.

Musicalfieber tourt noch immer durch Deutschland, wer kann, sollte die Gelegenheit nutzen, sich vom Fieber anstecken zu lassen! Let the fever burn!

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3637&tag=blog

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Rappacinis Tochter

Der junge Giovanni kommt nach Padua, um bei Prof. Baglioni Medizin zu studieren. Er bezieht ein Zimmer, das einen Balkon mit Blick auf den verschlossenen und geheimnisvollen Garten des Forschers Dr. Rappacini besitzt. Von dort aus sieht er zum ersten Mal Beatrice, Rappacinis Tochter, und verliebt sich in sie.

Doch es rankt sich ein dunkles Geheimnis um das junge Mädchen… so beschreiben die Macher ihr selbsternanntes Gothic-Musical.

In der Vorgeschichte zu dem Musical wird erwähnt, daß es zwei Portraits von Giacomo Rappacini gibt, zwischen ihnen liegen 40 Jahre und anscheinend viel Kummer und leid, denn zeigt das Bild des jungen Rappacinis einen aufgeweckten und neugierigen jungen Mann und das alte Bild einen verhärmten und verschlossenen Mann. Ob diese 40 Jahre, die aus dem neugierigen Jungen einen verhärmten Mann gemacht haben, das Geheimnis der jungen Tochter Rappacinis sind? Dies wollen wir hier natürlich nicht verraten, dazu muß man sich die CD schon selbst anhören oder das Musical besuchen.

Songliste:

In sechsundzwanzig teils berührenden, teils rockigen, teils nachdenklichen Liedern wird die Geschichte des jungen Mädchens erzählt, welches wie ein Vogel im goldenen Käfig des Vaters sitzt.

01 – Prolog

02 – Ouvertüre

03 – Vaters Gebot

04 – Das Wiedersehen

05 – Schatten der Vergangenheit

06 – Garten Serenade

07 – Ein neuer Morgen

08 – Wer seid Ihr

09 – Ein Mädchen

10 – Tochter des Teufels

11 – Der Weg in den Garten

12 – Heimliche Begegnung

13 – Mein eigenes Leben

14 – Das Machtwort

15 – Maria

16 – Liebe sprengt die Ketten

17 – Entr’Act

18 – Gefällt Euch mein Garten

19 – Mein Lebenswerk

20 – Er ist nun Dein

21 – Kein Traum

22 – Ich stehe fest zu Dir

23 – Das Gegengift

24 – Die letzte Tat

25 – Für immer frei

26 – Wahre Liebe

Sänger:

Alma Mathar – Beatrice

Oliver Bandmann – Dr. Giacomo Rappacini

Alexander Hunzinger – Giovanni Guasconti

Thomas Friedrichs – Prof. Pietro Baglioni

Sandra M. Heinzelmann – Lisabetta

Creativteam:

Anja Hunzinger – Keyboards, Musik

Daniel T. Lentz – Gitarre

Frank Mölk – Schlagzeug

Stefan Baltzer – Bass

Tilman Kracke – Musik, Arrangement

Basierend auf der 1844 erschienenen Geschichte von Nathaniel Hawthorne, erschaffen diese Künstler ein neues Musicalgenre. Vor dem geistigen Auge des Zuhörers erscheint der Garten Rappacinis, in dem sich Beatrice und Giovanni heimlich treffen. Goth-Rock und Liebeslieder werden gekonnt kombiniert und durch die Stimmen der Sänger weit getragen, bis in das Herz des Zuhörers.

Termine:

Doch wem das nicht genug ist, der kann dieses Musical an den folgenden Terminen live erleben:

09.01. Hamburg, Delphi Showpalast

15.01. Hamburg, Delphi Showpalast

16.01. Hamburg, Delphi Showpalast

17.01. Hamburg, Delphi Showpalast

22.01. Hamburg, Delphi Showpalast

23.01. Hamburg, Delphi Showpalast

13.02. Gifhorn, Stadthalle

05.03. Lübeck, Kolosseum

06.03. Lübeck, Kolosseum

27.03. Paderborn, PaderHalle

10.04. Einbeck, Wilhelm-Bendow-Theater

Weitere Termine für 2010 sind in Planung.

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3619&tag=blog

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Vier Musicalevents in Nrnberg

Die Region Fürth / Nürnberg / Erlangen hat zwar keinen dieser Konsumtempel in puncto Veranstaltungen und noch weniger ein eigenes Musicaltheater, aber dennoch kann auch hier mit einigen Events aufgewartet werden.

Und so stehen in den nächsten Monaten gleich vier Shows von ASA Event GmbH auf dem Plan.

31.01.2010 [bericht=3623]Night of the Dance[/bericht] mit Szenen im Stil von Riverdance, Afrika Afrika, Swan Lake u.a.

11.02.2010 [bericht=3620]Das Phantom der Oper[/bericht] von Gerber (Musik) und Wilhelm (Text)

22.02.2010 [bericht=3622]Die Nacht der Musicals[/bericht] mit Stars aus der Musicalszene und Songs aus Tarzan, Wicked, Grease u.a.

28.03.2010 [bericht=3621]Der Glöckner von Notre Dame[/bericht] von De Lellis und Langer nach dem Roman von Victor Hugo

jeweils 20.00 Uhr in der Meistersingerhalle.

Infos und Tickets unter [url]www.asa-event.com[/url] oder bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Auch wenn die Vorlieben der meisten Musicalbegeisterten eher zu den großen Shows von bekannten Komponisten tendieren, sollte der eine oder andere diesen Produktionen eine Chance geben, sich zu beweisen, denn nicht immer ist das Große auch wirklich besser.

Wir werden bei allen vier Events vor Ort sein und natürlich darüber berichten. Die Rezensionen findet man wie gewohnt kurz danach unter [url]www.buehnenzeitung.de[/url] .

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3629&tag=blog

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Und dunkel ward’s…

…am 12. Dezember auf der Bühne des Landestheaters Coburg! Aber nur für die Darsteller, der Zuschauer konnte noch immer ganz genau sehen, was dort geschah…im Dunkeln. Im Dunkeln ist immerhin gut munkeln, aber auch gut verstecken. Und wenn es für die Darsteller auf der Bühne hell war, dann war es für die Zuschauer dunkel. Wem das jetzt zu kompliziert ist, dem sei nur eines gesagt: Die Lösung gibt es in Coburg, und die ist verdammt lustig!

In einer Stunde und dreißig Minuten schaffen es die Darsteller Nils Liebscher (Brindsley Miller), Kathrin Molsberger (Carol Melkett), Elga Mangold (Miss Furnival), Andreas Torwesten (Colonel Melkett), Stephan Mertl(Harold Gorringe), Hans-Peter Deppe (Schupanski), Anja Lenßen (Clea) und Thomas Strauß (Nicolai Godunow) alle Witze und Fettnäpfchen, die in der Dunkelheit in einem Zimmer passieren können, zu erleben und dennoch wird es niemals vorhersehbar oder kitschig.

Dieses Stück lebt von den Gebärden und der Gestik, fast mehr als von den Dialogen, selbst ohne Ton wäre das Stück noch witzig und würde das Publikum in Lachsalven ausbrechen lassen, so wie bei der Premiere am 12.12.2009 in Coburg. Standing Ovations gab es – verdient – für die Darsteller am Ende und so mancher lachte noch immer auf dem Parkplatz, während er in sein Auto stieg.

Dieses Stück, dessen Entstehungsgeschichte allein schon Stoff für eine Komödie bietet, reißt immer wieder vom Hocker und hat bei allen seinen Inszenierungen positive Kritiken erhalten. So auch die Coburger Inszenierung von Frank Lorent Engel und Christof Wahlefeld. Und am Ende ging dann doch jedem ein Licht auf.

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3615&tag=blog

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Willkommen im Underground

Lassen Sie sich von Circus Flic Flac in den Underground entführen, hinab in das Dunkel, in dem die Individuen vom Kollektiv getrennt wurden und sich nun mit ihren eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln. Was wie ein Sience-Fiction-Abenteuer klingt, ist in Wahrheit die neue Show des Circus Flic Flac, der zur Zeit in Nürnberg auf dem Volksfestplatz am Dutzendteich gastiert.

Flic Flac ist nicht nur Zirkus, so wie es jeder kennt, sondern dem Publikum wird eine Geschichte geboten, die von den Akrobaten und dem Sänger und Erzähler Frank Fabry erzählt und getragen wird. Düster und geheimnisvoll ist die Show, die dem Zuschauer geboten wird und genauso dunkel und finster präsentiert sich Fabry, dessen Stimme nun in Heavy Metal Manier im Zirkuszelt zu hören ist. Doch kommt natürlich auch der Spaß nicht zu kurz bei dieser Zirkusshow.

Flic Flac ist eine gekonnte Mischung aus actionreicher Artistik, bei der dem Zuschauer der Mund buchstäblich offen stehen bleibt, und witziger Comedy-Einlagen, bei denen man Tränen lacht. Zusammen mit wahnsinnigen Effekten und unglaublicher Bühnentechnik, der passenden Musik und den Akrobaten, deren Auftritte die Geschichte begleiten, erlebt man zweieinhalb Stunden lang Unterhaltung pur.

Die Nummern (vom Veranstalter übernommen):

Opening

Hand auf Hand

Das Duo Credo, zwei Artistinnen aus Kiew, bilden mit erstaunlichem Hand- und Körperspiel eine elegante und dennoch geheimnisumwobene Einheit.

Trapez – Duo Pisarev

Eine außergewöhnliche Trapeznummer bieten Evgeny Pisarev und Maria Syulgina, in der beide wechselweise als Porteur fungieren.

Vertikalkette

Roman Konanchuk zeigt eine fesselnde Luftdarbietung bei der er sich immer wieder aus mehreren Metern in die Tiefe stürzt.

Singer

Der Düsseldorfer Sänger Frank Fabry unterstreicht die Show mit seiner markanten Röhre musikalisch.

Rhythmusjonglage

Bei kreischende Gitarren, wummernden Bässen, harten Beats lässt Eddy Carello seine Gitarre auf dem Devilsticks rotieren. Doch auch sein Schlagzeug bearbeitet der begnadete Schweizer gänzlich ungewohnt.

Pole Acrobatics

An der Stange verschmilzt Larissa Kastein vielfältige Menschenbilder zu einen kunstvollen akrobatischen Mosaik.

Netzakrobatik

Yulia Galenchyk zeigt eine einmalige Performance am Vertikalnetz, die durch ihre Mischung aus ausdrucksvoller Eleganz und spektakulären Stürzen für absolute Spannung und Faszination sorgt.

Comedy

Steve Eleky glänzt durch eine fabelhafte Form von Selbstironie, die im Publikum herzhaftes Lachen auslöst.

Todesrad

Nervenkitzel pur: Tito Vanegas und William Patino rennen, wirbeln, springen in 14 Meter Höhe im und auf dem Wheel.

Flying Baetas

Krachend geht es nach der Pause weiter, wenn die vier Brüder Jose, Diego, Edi und Adao Baeta mit Cátia Silva Torralvo durch die Luft stürmen, dabei fast an die Zeltwand rasen und immer halsbrecherischer ihre Salti am Flugtrapez vollführen.

Tanzcomedy

Eine Liebesgeschichte erzählt Mario Sandoval Navarro virtuos ohne ein Wort zu verlieren.

Äquilibristik

Tatjana Kastein vollführt ihre anmutig fließenden Bewegungen mit einer Leichtigkeit; als wollte sie die Schwerkraft und die menschliche Anatomie gleichzeitig verspotten.

Diabolo

Xelo´s temporeiche Diabolojonglage macht ihn zu einem Meister der Schwerelosigkeit.

Bola

Mit schnellen Trommelwirbeln und knatternden Bola-Kugeln entzünden die Argentinier Los Diablos del Fuego ein wahres Feuerwerk und vereinen gekonnt furiose Artistik mit lateinamerikanischem Temperament. Sie heizen dem Publikum so richtig ein.

Strapatenakt

Kraftvoll: Die Bulgaren Miroslav Toskov und Nicolay Dobrovolov hebeln nur mithilfe ihrer Strapatenseile scheinbar die Gesetze der Schwerkraft aus und stellen sie auf den Kopf.

Globe of Speed

Die Weltrekordfahrer Pinillo Rasmus, Fredy Lopez, Andres Torres, Edison Acero, William Patino, Yobany Ramirez, Jehan und Wilmer Bolivar Marin rasen derart waghalsig auf ihren Bikes durch eine Stahlkugel, dass das Auge kaum folgen kann.

Handvoltigen

Kozakov

Springseil

Kozakov

Finale

Was ist Circus Flic Flac?

Aus dem Pressetext von Circus Flic Flac: Im Oktober 1989 gründeten die Brüder und Artisten Benno und Lothar Kastein mit ihren Ehefrauen Scarlett Kaiser-Kastein und Gabi Kastein in Isselburg bei Bocholt Flic Flac: Ein Showunternehmen, gedacht als Weiterentwicklung des klassischen Circus mit einer Mischung aus spektakulärer Artistik, Komik und Parodie, begleitet von modernster Multi-Light- und Tontechnik. In der zweieinhalbstündigen Vorstellung bietet Flic Flac Spannung und schrille Unterhaltung pur.

Kurz gesagt, Flic Flac ist zweieinhalb Stunden Staunen und Lachen, ein Spaß, gepaart mit ein wenig Grusel, für Groß und Klein und auch als Geschenk für Weihnachten oder danach bestens geeignet.

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3616&tag=blog

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Quietschbunt

Good Morning Baltimore! Oder besser: Good Evening Cologne! Denn im Kölner Musicaldome hat sich eine Zeitreise ereignet. Wir befinden uns wieder im Jahre 1962, wo der Teenager Tracy Turnblad nur einen einzigen Traum hat: In der Corny Collins Show aufzutreten, doch da gibt es ein kleines Problem: Tracys Maße passen nicht in die Show, sie sprengen die Show ganz einfach.

So wie Tracy die Corny Collins Show sprengt und alles auf den Kopf stellt, so sprengt auch “Hairspray” alle Grenzen und läßt nicht nur die Darsteller auf der Bühne tanzen, sondern auch das Publikum. Dem Charme dieser Musik kann sich niemand entziehen. You can’t stop the beat!

Sieben Jahre lang regierte das Musical am Broadway, spielte 2842 Mal und rockt seit Oktober 2007 das Shaftesbury Theatre im Londoner Westend. Und nun hat es endlich Deutschland erobert, endlich stehen nun den deutschen Zuschauern die Haare (toupierterweise) zu Berge. Wie auch am Broadway verspricht diese Show ein Mega-Erfolg zu werden. Buchstäblich sprühen die Funken aus den Haarspraydosen und nebeln die Bühne des Musicaldomes ein. Auftritt Tracy Turnblad! Und das Publikum klatscht begeistert.

Doch es ist nicht allein Tracy (Maite Kelly), die das Publikum bezaubert, sondern auch ihre Mutter Edna (Uwe Ochsenknecht im Wechsel mit Tetje Mierendorf). Extra großer Applaus für diese beiden Damen… Unterstützt werden die beiden vom Vater Wilbur Turnblad (Leon Leeuwenberg). Doch neben der Familie Turnblad finden sich noch viele weitere, mehr oder minder skurile Persönlichkeiten auf der Bühne.

Link Larkin – Daniel Berini

Velma Von Tussle – Nicòle Berendsen

Corny Collins – Rob Fowler

Amber Von Tussle – Tineke Ogink

Penny Pingleton – Jana Stelley

Motormouth Maybelle – Deborah Woodson

Seaweed J Stupps – Tedros Teclebrhan

Inez – Denise Obedekah

Mr. Spritzer / Mr. Pinky – Eric Minsk

Prudy Pingleton – Sarah Schütz

Ihnen allen, und natürlich allen Walk-In-Covern, Understudies und Swings, und natürlich auch dem Orchester, unter der Leitung von Robert Paul verdankt das Publikum eine Riesenshow, die alles andere als langweilig ist. Um Wilbur Turnblad zu zitieren: “Du bist fett und alt, aber langweilig bist Du nicht!” Einige der Musiker verschoben sogar eigene Projekte, um bei “Hairspray” dabei zu sein.

Niemand kann erklären, was das Geheimnis von Tracy Turnblad ist und wie sie es schafft, immer ihre gute Laune zu behalten und andere an ihrer guten Laune teilhaben zu lassen, doch kann man eines sagen: Von diesem Mädchen kann man sich eine dicke Scheibe abschneiden. Fischstäbchen, die nicht aus ihrer Haut kommen, braucht die Welt nicht wirklich. Was die Welt wirklich in Bewegung hält, sind die Turnblads dieser Welt.

In diesem Sinne: YOU CAN’T STOP THE BEAT!

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3593&tag=blog

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Besinnliches zum Fest

In genau 18 Tagen ist Weihnachten und so manchem geht jetzt schon der ganze Weihnachtsrummel gehörig auf die Nerven. Seit November schon wird alles weihnachtlich beleuchtet und dekoriert, Menschen strömen zum einkaufen, noch die Geschenke für die Liebsten zu besorgen, Weihnachten kommt ja auch jedes Jahr immer wieder so plötzlich. Schon viel zu lange stehen die Weihnachtsköstlichkeiten im Regal, bis zu Weihnachten kann man Weihnachten schon lange nicht mehr hören, sehen und schmecken. Ein wenig kann man Ebenezer Scrooge (Christian Vetter) wirklich verstehen, wenn er Weihnachten haßt und es als Rattendreck bezeichnet.

Doch lehrt uns die Geschichte von Charles Dickens, die Grundlage für das Musical von Komponist Dirk Michael Steffan und Autor Michael Tasche dient, daß auch ein Weihnachtshasser bekehrt werden kann und aus einem Geizhals ein freigiebiger Mensch werden kann. Natürlich geschieht dies nicht von allein, wenn auch über Nacht. Dafür bedarf es ein wenig Hilfe, nämlich die des Geistes von Jacob Marley (Werner Bauer) und die eines geheimnisvollen Engels (Patricia Kelly).

Berührend und ergreifend wird die Geschichte auf der Bühne des Düsseldorfer Capitol Theaters erzählt, so daß ein kleiner Kloß im Hals sitzt. Es geht zu Herzen, wenn man die Hintergründe hinter Ebenezer Scrooges verwundeter Seele erkennt und seine Wandlung miterlebt. Untermalt von sanfter, eingehender Musik verliert sich der Zuschauer in der Geschichte und ein paar kleine Tränen rinnen. Doch gibt es auch lustige Momente, so daß eine ausgewogene Mischung entsteht.

Unterstützt werden Werner Bauer als Jacob Marley und Patricia Kelly als Engel / Belle von Lutz Thase (Mr. Cratchit), Annette Kuhn (Mrs. Cratchit / Mrs. Pillbox), Axel Kraus (Mr. Fezziwig / Mr. Beavis), Anne Welte ( Mrs. Fezziwig / Mrs. Shellcock), Lutz Standop (Junger Scrooge / Mr. Butthead), André Naujocks (Junger Marley), Dennis Jankowiak (Thimmy), Heike Schmitz (Mrs. Pommeroy), Peggy Pollow (Liz Pommeroy), Alexander Prosek (Mr. Highprice / Mr. Betsy), André Sultan-Sade (Mr. Lowprice / Mr. Kent) in ihren Bemühungen Ebenezer Scrooge (Christian Vetter) von seinem Weihnachtshass und seiner verwundeten Seele zu heilen.

Und da es ein Märchen ist, kann man ruhig schon das Ende verraten: Aus dem kaltherzigen Mann wird ein spendabler und freigiebiger Mensch, der wieder aus Freude lachen kann. Dieses Märchen ist für alt und jung gleichermaßen. Und es paßt so wundervoll in diese Weihnachtszeit. Ein wenig bekehrt verläßt man das Theater und erfreut sich wieder an den Weihnachtssachen. Eine kleine Lehre für jeden von uns. Manchmal brauchen wir eben einen Engel, der uns die Augen öffnet.

Frohe Vorweihnachtszeit!

Bewertung: 5 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3594&tag=blog

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