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Die Mischung macht's

Die 30er und 40er Jahre – die Zeit der großen Swing- und Kriminallegenden. Mit einer Show voller Tanz, Gesang und Komik spricht das Ensemble alle Sinne an und feiert die zeitlose Swingmusik. Und genau dieser Zeit widmen die Tonics ihr Musical “Swing & Crime”. Es ist ihr erstes abendfüllendes Musical. Das Buchs stammt von Frank Strobelt und Stefan Rieger nach einer Idee der Tonics.

Der Inhalt (von den Machern)

Der skrupellose Großindustrielle Leroy Brown gerät durch dubiose Machenschaften in Finanzprobleme und muss seine Bekleidungsfabrik schließen. Nicht nur um ihre Existenz zu sichern, sondern auch um ein Waisenhaus vor der Schließung zu bewahren, lassen sich die nun mittellosen Fabrikarbeiterinnen überreden in einem Etablissement anzuheuern, in dem eher die dünneren Stoffe gefragt sind.

Für die geschassten Vorarbeiter hat ?Bad Leroy Brown? andere Pläne. Sie sollen das ganz große Ding drehen, um ihn wieder liquide zu machen. Der rechte Ort um solche Geschäfte zu verhandeln, ist der berüchtigte Club ?Chez Nous?. Brown lädt die Jungs ein – und so treffen die enthemmten Männer auf die gehemmten Kolleginnen vom Fließband, die zu den heißen Swing-Rhythmen ihre schönen Beine schwingen.

Ob im ?Chez Nous? wohl noch die Hüllen fallen? Wie viel Blutzoll werden Browns Pläne fordern? Und um das Waisenhaus kümmert sich ohnehin niemand mehr, oder?

Songs und Darsteller

Bekannte Musicallieder aus “Chicago” , “Sweet Charity” und “Dancin’”, umrahmt von einer Story, die an “Full Monty” erinnert, gepaart mit mehr oder minder jungen Witzen, so präsentierte sich die Premiere des gepriesenen Musicals der Tonics am 17.10.2009 in der Fertigungshalle Nürnberg. Dem Publikum, welches zum größten Teil aus Angehörigen der Darsteller und des Creativteams bestand, gefiel die Show sehr gut. Standing Ovations und lautstarke Zugaberufen hallten minutenlang durch die Fertigungshalle, so daß man es sich nicht nehmen ließ, die gewünschten Zugaben zu geben, in der Form von dem Lied “Candyman”, welches man von Christina Aguilera kennt.

Die begabten Darsteller gaben auf der Bühne wirklich alles, um den Funken der 30er und 40er Jahre überspringen zu lassen. Begeistert wurde bei den bekannten Lieder mitgeklatscht und von dem einen oder anderen mitgesungen. Für jeden Geschmack gab es einen Charakter, mit dem man sich identifizieren konnte, über den man lachen konnte, den man hassen oder lieben konnte.

Die Charaktere in alphabetischer Reihenfolge

Annie – Nicole Lehnert

Ben – Martin Liegat

Betty – Martina Voigt

Brad – Matthias Schich

Debbie – Sandra Rieß

Madame Gigi – Evelyn Schuster

Gil – Nadja Lehnert

Leroy Brown – Markus Lohmüller

Olive – Karin Schubert

Stan – Christoph Ackermann

Unter der Regie von Frank Strobelt und der Gesamtleitung von Nadja Lehnert gelang allen ein interessantes Potpourri aus Musicalliedern und Geschichten, die die Ära der 30er und 40er Jahre erklärt und so interessant machte und macht. Zusammen mit Jessica Körner, welche die Lieder einstudierte, gelingt es so, diese Ära dem Zuschauer näher zu bringen.

Gesang: Bewertung: 5 von 5

Schauspiel: Bewertung: 5 von 5

Technik: Bewertung: 3 von 5

Originalität: Bewertung: 1 von 5

Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3512&tag=blog

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