Eine große Geschichte wurde dem Publikum am 28.03.2010 in der Nürnberger Meistersingerhalle nahegebracht. Die Rede ist von der Geschichte von Quasimodo, dem Glöckner von Notre Dame und seiner unglücklichen Liebe zu der schönen Zigeunerin Esmeralda.
Doch ist Quasimodo nicht der Einzige, der die schöne Zigeunerin liebt, es gibt noch drei Nebenbuhler: Gringoire, der verarmte Künstler, Frollo, der Domprobst und Ziehvater von Quasimodo und Phoebus, der Hauptmann. Letzterer hat einen gewaltigen Vorteil: Esmeralda liebt ihn. Dennoch wird keinem der drei ein Happy End beschert, Esmeralda wird gehängt und Quasimodo legt sich auf ihrem Grab zum Sterben nieder.
Trotz des doch recht schweren und melncholischen Stoffes war in Nürnberg keine Trauer zu bemerken, die Geschichte und die Lieder rissen die Menschen mit und entführten sie in das Paris des Jahres 1482. Den Machern Ch. de Lellis und P. Langer gelang es auf wunderbare und unterhaltsamen Weise, Victor Hugos Werk in ein Musical zu verwandeln, ohne die Geschichte dabei zu verändern oder zu beschneiden. Alle wichtigen Handlungsstränge blieben erhalten und führten auch am Ende gekonnt zusammen und in die Auflösung.
Das Creativteam:
Buch und Regie: Eva Karner und Christian Böhm
Liedertexte: Rene Arh und Karin Königsberger
Choreografie: Nataliya Kushnirenko
Musikalische Leitung: Eva Karner
Maske und Kostüme: Ulrich Puchstein
Bühnenbild: Thomas Barabas
Technisches Konzept: Jack Langer
Video Design: Stefan Rosner
Licht Design: Manfred Nikitser
Sound Design: Guido Heibl
Produktionsleitung: Bernadette Heczko
Tourneeleitung: Andreas Polegeg
Technische Produktion: Showproduktion GmbH
Tourneedurchführung: ASA Event GmbH
Aufführungsrechte: Amargon ltd
Alle Darsteller*:
Monika-Julia Dehnert: Esmeralda
Stephanie Marin: Esmeralda
Diane Lübbert: Esmeraldas Mutter
Stefan Vinzberg: Frollo
Tom Tucker: Frollo
Theresia Birngruber: Esmeraldas Mutter
Marc Lamberty: Phoebus
Christopher Buchmann: Phoebus
Christian Böhm: Gringoire
Thomas Reisinger: Gringoire
Gerhard Kuppelwieser: Quasimodo
Nikolaus Stich: Quasimodo
* In jeder der Aufführungen steht immer nur einer der genannten Darsteller pro Rolle auf der Bühne.
Quasimodo zum Mitnehmen
Wer nach dieser Show noch immer nicht genug von der Geschichte hatte, der konnte sich die CD zur Show kaufen und sich somit ein kleines Stück Paris und Notre Dame mit nach Hause nehmen. In Nürnberg waren es nicht wenige, die diese Gelegenheit nutzten.
Tourneeproduktionen sind “gefährlich”. Oft erwartet der Zuschauer etwas anderes und wird enttäuscht, oder die Darsteller harmonieren nicht. Doch kann man in diesem Fall wirklich jedem raten, sich diese Tournee anzusehen. Hier stimmt einfach alles: die Darsteller harmonieren, die Musikstücke sind stimmig und leicht verständlich, die Handlung ist abgerundet, das Bühnenbild passend, Musik und Technik arbeiten zusammen und es ergibt sich alles in allem ein wunderschönes Gesamtbild.
Bewertung: 5 von 5
Link zum Originaltext: http://www.buehnenzeitung.de/?id=3693&tag=blog







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