Manchmal braucht man einfach Zeit, um in sich zu gehen. Und dazu gibt es nun die CD vom Musical „Spuren im Sand – Von Gott getragen“. Die Musik von Siegfried Fietz vertreibt die bösen Gedanken und die eingehenden Texte von Hermann Schulze-Bernd zeigen, daß es noch so viel anderes gibt. Man wird in eine andere Welt entführt.
Die Musik ist sehr harmonisch, die 13 Lieder ähneln sich, und doch ist jedes in sich anders und trägt einen fort. Sie laden nicht so sehr zum Träumen ein, sie entführen auf eine andere Weise und regen die Gedanken an, sich um etwas anderes zu drehen.
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Die Stimmen der Solo- und der Chorsänger ergänzen sich zu einer Einheit, untermalt wird von leichten Klängen. Dennoch sind die Stimmen der Hauptträger der Musik und der Botschaft.
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Es sind Lieder, die man sich auch in der Kirche beim Gottesdienst vorstellen kann. Doch muß man kein Christ sein, um an diesen Liedern seine Freude zu haben. Sie vermitteln durchaus auch eine irdische Botschaft.
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– 18. November 2011
Am 12. November 2011 feierte das wohlbekannte Musical „My Fair Lady“ im Nürnberger Opernhaus in einer Neuinszenierung von Thomas Enzinger Premiere.
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Das Team um Gábor Káli (Musikalische Leitung) und Thomas Enzinger (Inszenierung) hat es geschafft, diesen Anspruch zu erfüllen und nicht wenige der Zuschauer gingen sichtlich beschwingt nach Hause. Zum Wohlfühlen eben.
Die Wahl des Dialektes, der so ungemein das niedere Volk kennzeichnet, hätte besser nicht sein können: fränkisch. Kaum hatte Eliza die ersten Worte gesprochen, hatte das Publikum sie schon ins Herz geschlossen. Lokalkolorit macht sich immer gut und ist bei „My Fair Lady“ äußerst passend. Dazu noch Volker Heißmann und Martin Rassau, den Fürthern und Nürnbergern als Comedy-Duo wohl bekannt, als Alfred P. Doolittle und Mrs. Higgins machten das Heimaterlebnis so perfekt, daß der eigentliche Spielort des Stückes, nämlich London, gar nicht mehr ins Gewicht fiel – das war auch gar nicht nötig.
Henriette Schmidt, die mit hervorragender schauspielerischer und gesanglicher Qualität die Eliza mimte, brachte mit Ihrer fränkischen Mundart das Publikum zum Schmunzeln und Professor Henry Higgins, überzeugend und hervorragend von Kurt Schober gespielt, zum Verzweifeln. Grüne Blüten sind eben auch schwer zu üben. Da konnte auch Oberst Pickering nicht weiterhelfen, ganz gleich wie sehr er sich bemühte der ruhende Pol zu sein. Die Rolle war mit Richard Kindley sehr gut besetzt und macht das Triumvirat der Phonetik letztendlich komplett.
Volker Heißmann, als grobschlächtiger Vater Elizas, bot Theatergenuß pur und überraschte manchen mit seinem Talent in Gesang und Tanz – ohne Zweifel eine Bereicherung für das Stück. Sein Kollege Martin Rassau überzeugte dagegen als Mrs. Higgins in einem Traum aus Flieder, wohl einer der elegantesten Damen der britischen Oberschicht.
Auch die weiteren Mitwirkenden zeichneten sich durch Qualität und Spielfreude aus, so daß der langandauernde Applaus verdient war und wieder einmal bestätigte, daß es möglich ist, ein Publikum zu begeistern.
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– 15. November 2011
Für das Krimi-Musical von John Kander, Fred Ebb und Rupert Holmes in seiner deutschsprachigen Erstaufführung am Landestheater Coburg. Das „Stück im Sück“ handelt vom Musical „Robbin‘ Hood“, dessen Premiere nicht nur von mäßigem Applaus, sondern auch noch vom Mord an der Hauptdarstellerin Jessica Cranshaw (Betsy Horne) gekrönt war. Im Zuge der Ermittlungen des Lieutenant Cioffi (Jens Janke) enthüllt er nicht nur den Mörder, sondern er schafft es auch, dem Musical „Robbin‘ Hood“ neues Leben einzuhauchen. Zuguterletzt kittet er die Eheprobleme des Songwriter-Pärchens und findet die große Liebe.
Großes Gefühl, aber auch viel Lustiges erlebte man am 05.11.2011 auf der Bühne des Landestheaters Coburg. Und wie immer konnte man sich eines vergnüglichen Abends sicher sein. Die Darsteller harmonierten wundervoll miteinander, jeder ging sichtlich in seiner Rolle auf und erfüllte sie mit Leben. Alles paßte wundervoll zusammen: die Darsteller, das Bühnenbild von Ingomar, das Orchester unter der Leitung von Roland Pfister – bis zur kleinsten Rolle war alles harmonisch.
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Jens Janke brillierte als leicht trotteliger Lieutenant Cioffi, mit dem man mitfieberte, ob er nun den Mordfall und das Musical lösen würde. Auch Marie Smolka als Niki Harris war so überzeugend naiv, daß man aus dem Staunen nicht mehr herauskam. Die Bernsteins, die beiden Produzenten, waren herrlich ehrlich, manchmal ein wenig ordinär, aber immer liebenswert, genauso ihre Tochter Bambi. Begeistert wurden auch die beiden Sänger/Tänzer Jörn Ortmann und Oliver Floris gefeiert, ebenso wie Nikolaus Scheibli als Regisseur aus England (dem Land wo Mord ein Hobby ist). Auch das wieder glücklich vereinte Liebes- und Songwriter-Paar Aaron Fox und Ulrike Barz, sowie Stephan Mertl und Roland Pfister bekamen den Applaus, den sie verdienten. Und endlich bekam auch Jessica Bradsahw (Betsy Horne) den Applaus, den sie bei der Premiere von „Robbin‘ Hood“ nicht bekommen hatte. Auch der Mann mit den meisten Kostümwechseln (Stephan Ignaz) wurde für seine Leistung während und nach der Show gebührend gefeiert. Ebenso wie der unglücklich verliebte und verzweifelte Daryl Grady. Alle bekam sie Standing Ovations und minutenlangen, nicht enden wollenden Applaus.
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– 8. November 2011
– Klagte Faust, könnte aber auch gut den Gemütszustand von Dr. Henry Jekyll beschreiben, der in der Inszenierung des Theaters Hof sehr eindringlich und ausdrucksstark zu Geltung gebracht wurde.
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der Erfolg hängt zu einem nicht unerheblichen Anteil von der Darbietung des Darstellers in der Doppelrolle Jekyll/Hyde ab. Diese war mit Kai Hüsgen besetzt, der es verstand, die Ansprüche der Rolle auch wirksam umzusetzen, was ihm das Publikum mit Applaus und Bravo-Rufen auch bestätigte.
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Selbstverständlich sollen auch die weiteren Akteure lobend genannt werden, die ihren Beitrag zu einem gelungenen Abend leistet. Sei es Inga Lisa Lehr als Lisa Carew, oder Anne-Mette Riis als Lucy, die beiden weiblichen Hauptrollen, oder Karsten Jesgarz als Sir Danvers Carew und Thilo Andersson als Jekylls Freund und Anwalt John Utterson. Neben diesen Rollen brauchte sich der Rest des Ensembles, Hauptrollen und Nebenrollen, nicht verstecken und so gebührt auch Ihnen ein Lob für eine herausragende schauspielerische Leistung, die schon lange nicht mehr eine Selbstverständlichkeit ist.
Abgesehen von dieser Leistung, sei auch die Leistung des Produktionsteams von einem Lob nicht ausgenommen, denn wie auch bei jedem anderen Stück kann das Bühnenbild und Beleuchtung entweder unterstützen oder überladen. Das Theater Hof wählte die unterstützende Variante, dezent und eigentlich nur Akzente in rot und schwarz setzend.
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– 2. November 2011
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Die Darsteller um Frank ‘n’ Further entführte in Windeseile nach Transylvania, schon die ersten Töne ließen das Theaterzelt unter dem Jubel erzittern. Als dann Frank ‘n’ Further auf der Bildfläche erschien, war es buchstäblich um das Publikum geschehen. Aufgeheizt vom Time Warp wurde der Sweet Transvestite gebührend begrüßt.
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Die gesamte Show ist in Englisch, lediglich der Narrator (Klaus Nierhoff in Essen, München und Berlin, Sky du Mont in Düsseldorf und Berlin und Martin Timmy Haberger in Düsseldorf, München und Berlin) führte auf Deutsch durch die Show. Auch hier hatte das Publikum die Möglichkeit, sich einzubringen, was auch genutzt wurde.
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Diese Show bietet ein einmaliges Erlebnis, es gibt nichts, womit man einen Abend in der Rocky Horror Show vergleichen könnte. Man muß es erlebt haben, um mitreden zu können. Gott… oder besser Frank’n'Further sei Dank ist kein Ende in Sicht.
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– 16. Oktober 2011
Es gibt Musicals, von denen hört man immer wieder und sie sind immer wieder ein Erfolg, egal wie alt sie eigentlich schon sind. Eines dieser Musicals ist eindeutig Jesus Christ Superstar. Nun haben sich die Vereinigten Bühnen Wien dieses zeitlosen Stoffes angenommen und dazu eine Doppel-CD herausgebracht.
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In 26 Liedern wird die Geschichte Jesus Christus’ nacherzählt. Sie sind live aufgenommen, der Applaus des Publikums, der in manchen Liedern zu hören ist, spricht Bände. Viele der Lieder sind bereits Klassiker, wie „I don’t know how to love him“ oder Gethsemane“.
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Präzision und Emotionen hört man in jeder Note, in jedem Wort. Orchester und Darsteller harmonieren auf perfekte Weise und machen die CD zu einem wahren Ohrenschmaus. [...] man kann nicht aufhören, zuzuhören.
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– 28. September 2011
Und das auch noch auf die coolste Art, die es gibt. Das sind die Blues Brothers, wie sie leiben und leben. Und genauso cool waren sie auch im Coburger Landestheater am 24.9. Die zweieinhalb Stunden, die das Rhythm-and-Blues-Musical dauerte, vergingen wie im Fluge. Und am Ende standen dann alle und verlangten nach Zugaben.
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Die Blues Brothers sind eine Legende. [...] Doch ihre Musik und ihre Legende lebt weiter. Momentan in Coburg, in einer mitreißenden Inszenierung.
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Selbst im Zuschauerraum hörte man die Leute noch singen und man sah den einen oder anderen dazu tanzen. So etwas nennt man einen vollen Erfolg. Dieses Musical schlägt ein wie eine Bombe!
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– 28. September 2011
Mozart ? Natürlich vielen ein Begriff. Eine Oper von Mozart ? „Die Zauberflöte“ wird wohl als häufigste Antwort kommen, gleich gefolgt von ein paar Takten vom Vogelfänger oder der Königin der Nacht. „Die Entführung aus dem Serail“ wird weniger genannt werden, ist aber dennoch ein Begriff und zählt ebenso zu den bekanntesten Werken Mozarts. […]
Unterstützt von Chor (Einstudierung: Edgar Hykel) und Orchester (Leitung: Christof Prick) boten die Darsteller ein gelungenes Gesamtbild von Vertrautem und Befremdlichen dar. Wunderbare Gesangsstimmen gepaart mit Witz und Überheblichkeit machten das Treffen der Kulturen zu einem Kulturerlebnis. Mehmet Yilmaz, in der Rolle des Bassa Selim, hatte die einzige Sprechrolle, stand aber mit in seiner Überzeugungskraft den Gesangsrollen in nichts nach.
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Eine Moral gibt es auch und das sollte man sich zu Herzen nehmen. Trotz aller Unterschiede, sind wir doch nur Menschen, die nebeneinanderher leben können und sollten. Und wenn es doch einmal Überschneidungen der negativen Art gibt, gibt es immer Wege sie friedlich zu lösen – wenn man es mal schafft, über seinen Schatten zu springen.
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– 20. Juli 2011
Ein amüsanter und kurzweiliger Abend wurde den Zuschauern am 15.07.2011 mit der Premiere der Operette „Die Fledermaus“ auf der Röttinger Burg Brattenstein geboten. Viel wurde gelacht und geschmunzelt, das Publikum hatte seine helle Freude an diesem meisterhaften Verwirrspiel um „die Rache der Fledermaus“. Tagesgeschehen von „gestern“ und heute („Rache für Cordoba!“ (Gefängnisdirektor Frank) oder „In Zelle 14 sitzt der Kachelmann… ach neee der ist ja schon wieder frei…“ (Gefängniswärter Frosch), wurde ebenso eingebunden wie bekannte Musicalmelodien („Tanz der Vampire“) und die Ortschaft Röttingen mit ihren Sehenswürdigkeiten.
Was lustig begann, mit einer Anspielung auf eine andere (Musical)Fledermaus, zog sich über Star Wars und das Alltagsgeschehen bis hin zu einer kleinen Lektion zum Thema Seitensprung und Revanche. Mit einem Augenzwinkern läßt sich manch bitterer Tropfen eben doch viel leichter schlucken.
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– 17. Juli 2011
Rasta Thomas‘ „Rock the Ballet“, die dynamische Tanzshow des Ehepaares Rasta Thomas und Adrienne Caterna, gastiert während seiner Tournee durch Europa, vom 16.07. bis zum 30.07. auch in Fürth. Zur gestrigen Premiere im Fürther Stadttheater kamen Besucher aller Altersklassen. Es herrschte geschäftige Neugier vor und in dem Stadttheater.
„Rock bedeutet etwas aufrütteln, aufwecken, wieder etwas attraktiv machen – und genau das tun wir.“ So Rasta Thomas über seine Show. Aufgerüttelt wurde das Fürther Publikum in der Tat, jedoch war es bei einigen nicht so, wie es Rasta Thomas wohl gemeint hatte. Man merkte sehr deutlich, daß der Funke, der die explosive Show anheizen sollte, nicht bei allen Zuschauern übergesprungen war. Auch gilt es zu überlegen, ob ein altehrwürdiges Stadttheater die richtige Location für ein solches Event ist. Vielleicht wäre es besser gewesen, eine andere Halle dafür zu mieten.
Rasta Thomas Show kombiniert das klassische Ballett mit andern Tanzstilen wie HipHop und Dance, doch erweitert er dies noch um Sprünge aus dem Kampfsport und komplizierte Drehungen. Aus all diesen Dingen die richtige Mischung zu finden, ist nicht leicht. Und leider ist es – für den Geschmack des Fürther Publikums – nicht immer zu 100% gelungen.
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– 17. Juli 2011